Die Vegetation ist im Ostteil Paraguays am dichtesten, wo es auch den meisten Niederschlag gibt. In diesem Landesteil verlieren die Bäume im Lauf des Jahres nur einen Teil ihrer Blätter, sodass sie Landschaft immer grün aussieht. In der Gran Chaco Region gedeihen Büsche und Bäume, die ihre Blätter abwerfen. In dieser Gegend wächst der äußerst harte Quebracho-Baum, dessen Stamm den Gerbstoff Tannin enthält und aus dessen Rinde ein anti-Malaria Heilmittel gewonnen wurde. Im trockeneren Westen überwiegen Dornbüsche und Savannen. Im Chaco fällt der bauchige Florettseidenbaum auf, der bis zu 23 m hoch wird. Die Rinde der jungen Bäume sind mit dicken, kugelförmigen Stacheln versehen, deren Fasern von den Ureinwohnern zu Seilen verarbeitet werden. Ebenfalls im Chaco beheimatet ist der Palo Santo (Bulnesia sarmiento), dessen hartes und dichtes Holz im Wasser untergeht. Es wird zum Bau von Möbeln und Gefäßen und als Heilmittel (Tee) verwendet. Des Weiteren erwähnenswert sind die paraguayischen Kokospalmen (Coco del Paraguay), deren Stämme mit Stacheln versehen sind. Ihre Nüsse sind nur golfballgroß und enthalten keine Flüssigkeit. Sie werden zur Seifenproduktion genutzt. Daneben gibt es im Land viele weitere Palmenarten